Kostenloses Webinar zu Renditen und Finanzkennzahlen

Rendite und Kennzahlen in der Finanzbranche - Wie Sie die Spreu vom Weizen trennen 

In diesem Webinar zeigen wir Ihnen die wichtigsten in der Finanzbranche verwendeten Renditeberechnungen und Kennzahlen auf, erläutern die Berechnungsmethoden und stellen die Vor- und Nachteile der einzelnen Kennzahlen dar. Zugleich erhalten Sie das notwendige Wissen, um objektiv ihre eigene Performance als auch die von Fonds, Finanzportfolioverwaltern, Trading Services usw. beurteilen und vergleichen zu können.

Wann?
29. Juni 2018 um 19 Uhr

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Handeln nach Feierabend? Über den Trend als Freund und profitable Setups

Neben dem Vollzeitberuf zu handeln erfordert eine gesonderte Herangehensweise an die Märkte. Wo der Tagestrader oft reaktiv handelt, muss der Feierabendtrader aktiv in die Vorbereitung gehen. Wie findet man profitable Setups, die auch auf Tagesschlusskursbasis (End of Day, EoD) umsetzbar sind und was ist zu beachten?

Wer nicht den ganzen Tag die Kurse verfolgen kann oder möchte und dennoch an der Börse agieren möchte, sollte sich dementsprechend vorbereiten und seine Tradinggewohnheiten den Gegebenheiten entsprechend anpassen.

Klare Strategie statt blinde Emotionen

Egal ob ganztägiger Trader oder Feierabendhändler gilt: Legen Sie den Betrag, den Sie bereit sind zu riskieren bereits im Vorfeld fest. So verhindern Sie emotionales Reagieren und unüberlegtes Handeln. Gleiches gilt für die Frage, wann und unter welchen Bedingungen Sie ein Handelsgeschäft eingehen möchten. Diese Grundüberlegungen sollten im Vorfeld getroffen sein, so dass Sie sich nicht von Emotionen oder Marktschreiereien leiten lassen, sondern einen klaren Handelsstil verfolgen und ihm treu bleiben. Viele Finanzmarktteilnehmer wechseln häufig die Taktik, statt einer durchgängig und eindeutig definierten Handelsregeln zu folgen. Nicht nur, aber auch, wenn nur ein begrenzter Zeitrahmen für Marktaktivitäten zur Verfügung steht, ist es wichtig, klar und kontrolliert zu handeln. Statt immer neue Setups zu suchen, ist es sinnvoller bei Erscheinen ein und derselben Handelssignale immer wieder aktiv zu werden und die dargebotenen Setups zu handeln. Dies führt zu einem beständigen und erfolgreichen Trading, was langfristig zur einer positiven Rendite führt. Eine solche klare Strategie zu verfolgen und immer im Hinterkopf zu haben, hilft jedem Händler den Weg vom planlosem „Zocken“ und impulsivem Reagieren auf die Märkte zu verlassen und hin zu einem sinnvollen Investieren einschließlich eines überlegte Risiko- und Moneymanagements zu gelangen.

Nicht die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit macht den erfolgreichen Händler aus, (vielmehr verleitet sie oftmals zu impulsivem Handeln), sondern die klare, stringente Herangehensweise und das Festhalten an bewährten Strategien.

Der Trend als Freund

Grundlage für eine solche Strategie und entsprechende Setups bildet gemäß John Murphy in seinem Buch „Technische Analyse der Finanzmärkte“ die Tatsache, dass „die Technische Analyse Marktbewegungen studiert, in erster Linie durch den Einsatz von Charts, um zukünftige Kurstrends vorherzusagen.“

Damit zukünftige Kurstrends vorhergesagt werden können, müssen allerdings drei Prämissen akzeptiert werden:

  1. „dass sich Kurse in Trends bewegen“
  2. „dass sich ein Trend mit höherer Wahrscheinlichkeit fortsetzt, als dass er sich umkehrt“ und
  3. dass „ein Trend ist so lange intakt, bis dieser gebrochen ist“.

Wichtig ist es hierbei zu erwähnen und mit einem bekannten Missverständnis aufzuräumen: Nach Murphy und Schwager liegt ein Trend bereits vor, wenn ein relatives Hoch (RH) höher als das vorhergehende Hoch und ein relatives Tief (RT) höher als das vorhergehende Tief ist. Zum Vorliegen eines Trends bedarf es kein mehrmaliges Durchlaufen dieses Zykluses. In anderen Worten: Zwei relative Tiefs und zwei relative Hochs reichen aus um einen jungen Trend zu etablieren (vgl. schematische Darstellung Bild 1)
Dies gilt solange, bis ein weiterer Tradergrundsatz greift: „Der Trend ist Dein Freund, außer am Schluss, wenn er dreht.“

Wer dies beherzigt und bestehende Kurstrends identifizieren und anstehende Trendwechsel frühzeitig erkennen kann und den oben genannten selbstauferlegten Regeln diszipliniert folgt, kann auch in den wenigen verbleibenden Stunden nach Feierabend sich unter den erfolgreichen Finanzmarktteilnehmern einreihen.

Erfolgreiches Setup

Um diesen Ansatz zu verdeutlichen, wird das Setup zunächst theoretisch betrachtet.
Vorab jedoch der Hinweis, dass nachfolgend aus Vereinfachungsgründen lediglich der Long-Ansatz schematisch beschrieben wird. Selbstverständlich gilt das Regelwerk umgekehrt auch für Short Trades.


Abbildung 1 – schematische Darstellung des Setups mit Nahaufnahme des dargestellten Einstiegs sowie des Anfangsstopps.
Quelle: eigene Darstellung Oliver Wißmann

Der 200er gleitende Durchschnitt und Aufwärtstrend

Wichtig ist, dass die Kurse im Allgemeinen über dem GD200 notieren, denn dies ist eine der Grundvoraussetzungen, wohingegen eine lediglich eintägige Verletzung des GD insbesondere nur auf Intraday-Basis völlig unschädlich ist und ignoriert werden darf.

Daneben sehen Sie einen Aufwärtstrend mit steigenden Hochs (RH1 und RH2) sowie steigenden Tiefs (RT1 und RT2). Dies ist die zweite Grundvoraussetzung.
Bei dieser Voraussetzung darf es kein Interpretationsspielraum geben. D.h. hier ist zu achten, dass wirklich ein Aufwärtstrend gegeben ist. Achten Sie bitte dabei auf die oben dargestellten Ausführungen zur Trenddefinition.

Sofern diese beiden Aspekte erfüllt sind (und zwar nur dann!), wird auf eine Korrektur gewartet, die mindestens 50 % der vorangegangenen Bewegung ausmacht (Strecke von RT2 zu RH2). Sobald eine 50%ige Korrektur erreicht wurde, wird eine Einstiegsorder knapp oberhalb der letzten negativen Kerze (zweite rote Kerze in Abbildung 1 im „gezoomten“ Rechteck) gelegt.
Diese Einstiegsorder verbleibt im Markt, so lange keine weitere rote Kerze tiefer schließt als die vorangegangen. Sollte eine rote Kerze tiefer schließen als die vorangegangene, nehmen Sie die Order raus und legen die Order wiederrum über diese neu ausgebildete rote Kerze.
Dies wiederholen Sie so lange, bis die rote Kerze den letzten RT2 erreicht.
Wird dieser Punkt per Tageschlusskurs unterschritten (eine Intraday-Verletzung ist tolerierbar), ist der Aufwärtstrend gebrochen, das Setup hinfällig und die Order ist aus dem Markt zu nehmen.

Sofern der Markt keine neuen roten Kerzen ausbildet, verbleibt ihre Order so lange im Markt, bis diese ausgeführt wird.

Prüfen auch in Wartezeiten
D.h. Sie müssen während der Wartezeit in der ihre Order im Markt liegt einmal täglich die aktuelle Lage prüfen. Dies kann in der Praxis auch gut über eine Alarmfunktion bewerkstelligt werden.
Sofern dann die Order ausgeführt wird, ist der Anfangsstopp knapp unterhalb des letzten RT2 (und damit letzten gültigen Tiefs im Aufwärtstrend) zu legen.
Sollte sich dann der Wert in die gewünschte Richtung entwickeln, wird der Stopp immer dann nachgezogen, wenn ein neues gültiges Tief ausgebildet wird. Dies ist dann erfüllt, wenn der Wert über dem letzten relativen Hochpunkt schließt (in Abbildung 1 ist dies dann zum ersten Mal der Fall, wenn der Wert über dem Punkt RH2 schließt).
Achten Sie bitte darauf, dass Sie „nicht zu kleinlich sind“ bei der Betrachtung, ob ein neues Hoch ausgebildet wurde.
Ein neues Hoch wird erst dann ausgebildet, wenn der aktuelle Kurs auch tatsächlich über dem RH2 schließt und dies für mindestens zwei volle Tage.

Praktisches und aktuelles Beispiel Long: Borussia Dortmund

Um die theoretischen Überlegungen anhand eines Praxisbeispiels zu verdeutlichen, finden Sie in Abbildung 2 die Aktie Borussia Dortmund dargestellt.

Abbildung 2 – konkretes Setup anhand der Aktie Borussia Dortmund

Sie sehen seit dem 05.12.2016 einen Aufwärtstrend (vgl. blaue Trendlinie) sowie einen steigenden GD200, über dem die Kurse notieren.

Nach einer 50%igen Korrektur am 01.11.2017 wurde zum ersten Mal alle Vorbedingungen erfüllt (Aufwärtstrend, GD200 steigend, 50 % Korrektur in der Bewegung). D.h. am 01.11.2017 konnte nun zum ersten Mal eine Einstiegs-Order knapp über der Kerze vom 01.11. gelegt werden.

Da die nächsten Kerzen nur fielen und nicht über dem Hoch der Kerze vom 01.11. schlossen, wurde die Einstiegs-Order ständig nachgezogen und liegt nunmehr am 10.11. knapp über der Kerze vom 09.11. (vgl. grüne gestrichelte waagerechte Linie).

Sofern nun in den nächsten Tagen der Kurs steigen sollte und die Einstiegs-Order bei 6,75 abholen würde, wäre dann das Setup vollständig erfüllt und damit wäre man dann Long. Der Stopp wäre dann knapp unterhalb des letzten RT2 bei 5,84 zu legen.

Sollte jedoch abermals die Aktie fallen und wiederrum eine neue negative Kerze ausbilden so wäre auch in diesem Praxisbeispiel die Einstiegs-Order so lange nachzuziehen, bis entweder die Order ausgeführt wird oder der RT2 auf Schlusskursbasis unterschritten wird.

 

Fazit

Dieses Setup zeigt, dass auch nach Feierabend ein erfolgreiches Handeln an der Börse möglich ist, da Sie die Strategie im Vorfeld festlegen und lediglich einmal täglich die Orderlage prüfen und gegebenenfalls anpassen müssen.
Sobald die Order ordnungsgemäß ausgeführt wurde, ist der zeitliche Einsatz nochmals geringer, da nur bei der Überschreitung von markanten Punkten, der Stopp nachgezogen werden müsste.

Darüber hinaus ist dieses Setup nur eine von vielen Möglichkeiten. Muster wie Engulfing Pattern, Einbeziehung kleinerer Trendgrößen, Volumenbetrachtung und dergleichen wären zu ergänzen. Auch die Gelegenheit des Ausstiegs durch den Markt mittels Trailing-Stopp, ein vorzeitiger Exit bei Vorliegen von Gegensignalen, Unterschreiten des GD200 etc. kann mit einbezogen und somit die Basisstrategie weiter verfeinern.

Diese Strategie und auch das beste Handelssetup ist keine Garantie dafür „über Nacht reich zu werden“ und sie schließt auch keine Verluste aus. Bei konsequentem Verfolgen der Handelsregeln können aber die größeren Gewinner die vorangegangenen Verluste kompensieren. Fehler, die durch emotionales Handeln entstehen, werden minimiert bis eliminiert und dadurch, dass Sie trendfolgend handeln und somit Gewinntrades so lange halten, bis der Markt Ihnen zeigt, wann es Zeit ist auszusteigen, vergrößern Sie Ihr Handelsspektrum bei reduziertem Zeiteinsatz.

So können Sie mit dem Trend als Freund und auch nach 18 Uhr sich zu den erfolgreichen Teilnehmern an den Finanzmärkten zählen.

 

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Wie ist denn Eure Performance? Klare Worte zu Superrenditeversprechen, Max-Draw-Down und Kapitalerhalt

Wie ist denn Eure Performance? Das ist eine der am meisten gestellten Fragen. Ein paar Punkte dazu, die uns sehr wichtig sind.

Unsere Performance liegt im Moment bei 12,62%.
Es handelt sich hierbei um die Netto-Performance, d.h. nach Abzug von Transaktionskosten und Slippage. Diese Rendite wird zudem ungehebelt mit Aktien und ETFs erzielt.

Was uns aber das Wichtigste ist, ist der Kapitalschutz:

Das bedeutet, dass die Rendite bei einem maximalen Draw-Down von lediglich rund 4% (der durchschnittliche jährliche Draw Down liegt sogar bei nur rund 1,5%) erzielt wurde.
Das heißt Sie verdienen mindestens das Dreifache zum schlimmst-möglichen Kapitalrückgang nach Abzug von allen Kosten.

Zum Vergleich: Der DAX hat im gleichen Zeitraum einen Max-Draw-Down von rund 11%. Das bedeutet eine Anlage im DAX birgt deutlich höhere Risiken.

Viele Signaldienste oder Tradingservices versprechen Renditen von 20 % oder mehr - teilweise sogar im Monat - berücksichtigen aber weder, die damit einhergehenden großen Risiken, bzw. maximalen Draw-Downs, die dann auch mal bis hin zum Totalverlust gehen können.

Wer an selbstverantwortlichem, ehrlichem Investieren und Handeln interessiert ist, kann Performance und Renditeversprechen richtig einordnen.

Ein besonnener, vernünftiger Anleger wird immer zuerst auf den Kapitalerhalt achten, statt dem nächsten Super-Renditeversprechen hinterherzuhecheln.

 


NEU: Wöchentlicher Report per E-Mail

Ob er einen Portfoliomanager nutze, wurde der Entertainer Harald Schmidt in einem Interview unter anderem zu seinem Aktienhandel gefragt. "Nein. Ich mache das selbst! Aber mit ruhiger Hand. Bloß nicht hektisch werden!", war seine Antwort.

Mit ruhiger Hand, nicht hektisch - das ist auch unsere Devise. Wir möchten Sie dabei unterstützen erfolgreich und überlegt an den Finanzmärkten zu handeln und immer besser zu werden. Damit das noch besser gelingt haben wir auf vielfachen Nutzerwunsch hin ein weiteres Feature entwickelt: Sie erhalten, wenn Sie das wünschen am Ende der Handelswoche ein PDF per Mail mit allen Signalen und Ankündigungen der Woche.

Wie das geht?
Ganz einfach: Unter der Registerkarte "Office" unten rechts in der App unter dem Menüpunkt "Reports" ankreuzen, dass Sie die Zusammenfassung erhalten möchten und auf "speichern" klicken. Sie erhalten nun jeden Freitag nach Schließung der amerikanischen Börsen ab 22:30 Uhr ein PDF mit allen Handelssignalen, Trade-Ankündigungen und eine Übersicht aller bisherigen Trades zur Nachanalyse und und können so alles in Ruhe nachverfolgen.

 

 

 


Fill or kill: Woran erkenne ich einen guten Börsenbrief oder Tradingservice?

Börsenbriefe und Tradingsservices gibt es wie Sand am Meer. Versprochen werden mehr Rendite, mehr Signale, bessere Trader. Aber was ist wirklich wichtig? Worauf sollte man achten?
Head of Trading Oliver Wißmann erklärt in der neuen Serie "Fill or kill" was TRADEofficer anders macht und worauf Sie achten sollen, wenn Sie an den Finanzmärkten und der Börse erfolgreich sein wollen.

https://youtu.be/ryMm91jxM4g


Das wäre Ihr Trade gewesen: Carmax oder 5,4% in 3 Tagen

Aktie der Woche:Carmax mit einem Kursplus von 5,4 % in drei Tagen!

Abbildung 1 – Chart Carmax von Mai 2016 bis Mai 2017

Die Aktie Carmax befindet sich seit Juni 2016 in einem Aufwärtstrend. Seit dem Hoch vom 16.02.2017 fiel die Aktie in einer etwas größeren Korrektur bis zum Tief 06.04.2017. Hiernach fing sich die Aktie wieder und begann in eine neuerliche Aufwärtsphase einzudrehen.

Zum Zeitpunkt der Analyse am 15.05.2017 stand die Aktie an einem sehr interessanten Kursniveau.

Denn nun könnte die Aktie in dem bevorzugten Szenario wieder weiter steigen. Als erstes Kursziel böte sich das Hoch von Anfang des Jahres 2017 an.

Eines unserer zehn Handelssysteme hat uns bereits am 15.05.2017 diesen Wert aufgezeigt und wir haben dann dies Aktie in der TRADEofficer APP am 15.05.2017, 20:59 Uhr für einen möglichen Long Trade inklusive prognostizierter Haltedauer (langfristiger Anlagehorizont), Einstiegskurs (61,68), Stopp (47,22) und Kursziel (79,82) veröffentlicht.

So sehen TRADEofficer-Nutzer die Ankündigungsmitteilung, so wie unsere Kunden in Ihrem Mobiltelefon.

Da die Ankündigung am 15.05.2017 um 20:59 Uhr erfolgte, wurde somit gewährleistet, dass insbesondere Berufstätige, die nicht in der Finanzbranche arbeiten, genügend Zeit haben, um die Ankündigung zu lesen, gegebenenfalls selbständig zu analysieren und auch die Einstiegsorder beim Broker aufzugeben, so dass die Aktie dann auch gekauft wird, sollte der Kurs der Aktie das angegebene Niveau erreichen. Zugleich wäre es dann -je nach Broker auch möglich gewesen- den Stopp und das Kursziel als Order beim Broker, sofern es zur Ausführung kommt, einzubuchen.

Am 16.05.2017 um 19:00 Uhr erreichte die Aktie dann den von uns angekündigten Einstiegskurs von 61,68. Sofern also die Order tags zuvor mittels „Stopp Buy – Order“ beim Broker eingegeben wurde, wurde dann also ohne weiteres Zutun die Aktie in das Depot eingebucht.

In diesem Original-Screenshot aus der TRADEofficer APP vom 16.05.2017 um 19:46 Uhr sehen Sie die konkrete Mitteilung, dass die Einstiegsorder am angegebenen Kurs ausgeführt wurde.

Somit hatten selbst die Kunden, die noch keine „Stopp Buy – Order“ am Tag zuvor bei Ihrem Broker hinterlegt hatten, die weitere Chance den Wert zu handeln.

Des Weiteren dient ebenfalls die Ausführungsmitteilung dazu, dass die Order in unserem Musterdepot bei unserem Broker zur Ausführung kam und damit fix nicht nur in unseren IT-Systemen und Datenbanken festgeschrieben ist, sondern eben auch bei unseren Musterdepots.

 

Nunmehr am 19.05.2017 ist die Aktie seit dem Einstieg, welcher wie beschrieben ohne großen Aufwand auch für Berufstätige zum selben Einstiegskurs abbildbar war, um 5,4 % innerhalb von drei Tagen gestiegen.

Abbildung 4 – Carmax Chart vom 19.05.2017

 

Die Aktie hat sich demgemäß wie von einem unserer Handelssysteme errechnet verhalten und scheint für den längerfristigen Anlagehorizont großes Potential zu bieten.

 

Zusammenfassend läßt sich festhalten, dass mit einem Vorlauf von 24 Stunden und mit genauen Angaben des Einstiegskurses, Stopp und Kursziel dieser Werte von den TRADEofficer Kunden gehandelt werden konnte, ohne dass man stundenlang täglich am Computer sitzen muss.

Und sollte es vor Erreichen des Kursziels Handlungsbedarf geben, wie Stoppversetzungen, oder mögliche Nachrichten, die die Aktie stärker beeinflussen könnten, bleiben die TRADEofficer Kunden stets zeitnah informiert über die APP

Das ist effizientes Investieren in der modernen Zeit!

Dies war lediglich nur eine Aktie, die in dieser Handelswoche in unserer APP erschien. Einen kleinen Ausschnitt aus unserer Timeline zeigt Ihnen, dass nicht nur die Aktie Carmax interessant war.

Wenn Sie auch in Zukunft über solch interessante Wertpapiere frühzeitig informiert werden wollen dann testen Sie uns gratis, zehn Tage ohne Verpflichtung, ohne Abo-Falle, transparent und ehrlich.

Denn wir haben im Gegensatz zu vielen anderen Diensten keine automatischen Abo-Verlängerungen, d.h. unser Dienst endet immer nach der gebuchten Zeit. Gleichgültig ob im Testzeitraum, oder im erworbenen Zeitraum, seien es nach 30, 60 oder 90 Tagen.
Der Dienst endet immer ohne ihr Zutun und nur wenn sie dann wieder ausdrücklich den Dienst verlängern um den Zeitraum ihrer Wahl, wird es wieder kostenpflichtig.
Das ist z.B. dann auch sehr praktisch für Sie, wenn Sie längere Zeit nicht handeln können oder wollen, weil Sie im Urlaub sind, auf Geschäftsreise oder einfach keine Zeit oder Lust haben.

TRADEofficer ist Ihr modernes Portfolio-Management-Tool, das 24 Stunden, sieben Tage die Woche (auch am Wochenende scannen z.B. unsere New-Analysesysteme nach z.B. politischen Ereignisse, Finanzberichten und dergleichen) für Sie die Märkte scannt und Ideen sowie Handelsanregungen bietet und zugleich laufenden Positionen überwacht und Stopps und Kursziele nicht aus den Augen verliert.

Und dabei gleichzeitig immer die Gesamtperformance des Dienstes in Realtime mit Ihren getätigten Handelsentscheidungen abgleicht. Dabei wird die Gesamtperformance -im Gegensatz zu vielen anderen Diensten- natürlich nur in Netto-Performance, d.h. nach Abzug von Transaktionskosten, Spread und Slippage angezeigt, denn wir stehen für ehrliche, nachvollziehbare, und realistische Renditen und vor allem auch für Investmentsignale, die ein Berufstätiger durch unsere rechtzeitigen Ankündigungen – die in der Regel mit einem Vorlauf von mindestens einem Tag bis zu 10 Tage vorab mitgeteilt werden- eigenständig analysieren und wirklich handeln kann.

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Was Anleger vor der Frankreich-Wahl wissen sollten

...Und was für TRADEofficer-Nutzer nichts Neues mehr ist.

(Denn diese Mitteilung ging bereits am Dienstag, den 02.Mai 2017 raus)

.......

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Hinweise zur Frankreich-Wahl am Sonntag, 07.05.2017 geben und zeigen, wie wir beabsichtigen mit diesem Ereignis umzugehen. Am Sonntag, 07.05.2017 wählen die Franzosen Ihr neues Staatsoberhaupt.

Der Ausgang dieser Wahl könnte die Aktienmärkte beeinflussen und zu einer erhöhten Volatilität führen. Sofern der unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron siegt, könnten die Märkte ähnlich wie beim ersten Wahlgang in Frankreich die Börsen stärker steigen lassen. Denkbar wäre aber auch bei einem Sieg von ihm, dass die Märkte unbeeindruckt sind. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einem stärkeren Ausschlag nach unten an den Börsen kommen, sofern die Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen die Wahl für sich entscheiden könnte. Insbesondere weil viele „Experten“ und Prognosen Emmanuel Macron vorn sehen, könnte es tatsächlich bei einem „Überraschungssieg“ von Marine Le Pen zu einer erhöhten Schwankung und durchaus auch zu einem größeren Ausverkauf an den europäischen Börsen kommen. Wir sehen die ganze Situation ähnlich wie bei dem Referendum über den Verbleib von Großbritannien in der EU letztes Jahr.

Da haben auch viele der vermeintlichen Experten und die Prognosen sich im Großen und Ganzen ziemlich getäuscht und es kam anders als viele erwarten hatten und wir hatten eine enorme Volatilität. Da wir von TRADEofficer weder wissen wer gewinnen wird noch uns anmaßen ein Urteil über den Ausgang der Wahl zu bilden, rechnen wir, dass beide Möglichkeiten eintreten könnten. Und dies heißt, dass sowohl eine größere Volatilität möglich sein könnte, aber auch dass alles völlig ruhig bleibt.

Da wir es eben nicht wissen, werden wir bis kommende Woche das Risiko minimieren. D.h. dass wir keine neuen Positionen mehr in deutschen Aktien bis kommende Woche eröffnen werden, auch wenn eine der Strategien ein Einstiegsignal generieren würde. Die bestehenden Positionen in den deutschen Aktien werden wir nach wie vor eng abgesichert lassen und gegebenenfalls noch enger absichern. Für die US Märkte werden wir ähnlich hierzu verfahren. D.h. außer den bereits angekündigten Trades werden wir bis kommende Woche keine weiteren Signale mehr umsetzen. Die bereits laufenden Trades in den US Märkte sind bereits eng abgesichert -wegen der Berichtssaison und saisonalen Effekten- und sollten Anpassungen notwendig sein bei Stopps und Kurszielen, werden wir auch diese wie gewohnt in der App mitteilen. Grundsätzlich würden wir raten, diese Woche ein wenig aufmerksamer die Märkte zu verfolgen.

Und insbesondere am ersten Tag nach der Wahl wäre es zweckmäßig, wenn Sie -sofern Sie Positionen halten- gewährleisten könnten, auch untertags öfters die Mitteilungen der APP zu prüfen und gegebenenfalls sogar Orders aufgeben zu können. Denn, sofern tatsächlich etwas Überraschendes passieren sollte wie z.B. seinerzeit beim Brexit Referendum und die Märkte dann ähnlich hoch fallen würden wie seinerzeit um rund 10 %, dann würden wir gerne für den langfristigen Anlagehorizont nach Chancen suchen weitere ETF-Long Positionen – zu den bereits bestehenden- aufzubauen. Des Weiteren würden wir, eventuell morgen Vormittag einen Short ETF auf den DAX im kurzfristigen Anlageprofil in Erwägung ziehen. Zusammenfassend heißt dies: Im Anlagehorizont „kurz“ und „mittel“ in Deutschland und USA werden bis kommende Woche keine neuen Positionen aufgebaut. Im Anlagehorizont „lang“ könnte es möglicherweise am Tag nach der Wahl zu einem „Market-Einstieg“ in ETFs z.B. in DAX, MDAX und S&P500 geben, sofern die Märkte stärker fallen würden.

Am Montag, 08.05. nach der Wahl werden wir um 07:00 Uhr eine Mitteilung mit einer ersten Einschätzung geben und gegebenenfalls um kurz nach 08:00 nach Eröffnung der Future-Märkte eine Aktualisierung hierzu. D.h. sofern ETF Positionen aufgebaut werden würden, wäre es zweckmäßig, wenn Sie am Montag, 08.05. nicht nur unsere Mitteilungen verfolgen, sondern gegebenenfalls auch Market handeln könnten. Gegebenenfalls gibt es am morgigen Mittwoch, 03.05.2017 eine Ankündigung für einen Short ETF im Anlageprofil „kurz“.


Investment gefällig? Hintergründe zum aktuellen Handelssignal "Metro"

TRADEofficer hat aktuell eine interessante Akündigung für Metro geliefert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Börsenbriefen oder Signaldiensten wurde diese frühzeitig geliefert und lässt ausreichend Zeit zur Selbstanalyse und eigenen Einschätzung.

In einem Roundtable-Webinar des Veranstalters Termintrader hat Head of Trading Oliver Wißmann ab ca. 01:13 das Signal besprochen.

Wer möchte, kann sich die Aufzeichnung hier ansehen.


DAX Absturz um rund 1.000 Punkte?

In einer Analyse des Chief of Trading Oliver Wißmann lesen Sie, ob diese provokante Aussage möglicherweise wahr werden könnte und erhalten gleichzeitig Handwerkszeug an die Hand um solcherlei Schlagzeilen künftig selbst auch besser einordnen zu können.

 

Stürzt der DAX um rund 1.000 Punkte? Ich möchte Ihnen aufzeigen, wie Sie mit einer standardisierten Vorgehensweise eine Matrix erstellen können, die Ihnen helfen kann, strukturiert eine Analyse zu einem Index zu erstellen.

Zugleich möchte ich Ihnen einige Ansätze bzw. Indikatoren vermitteln, die nicht immer in der täglichen Analyse tiefergehende Berücksichtigung finden und gerade deshalb gerne in unserem Team verwendet werden. Abseits der Mainstream-Analysen sind oft sehr interessante Aspekte zu finden. Dass die Masse nicht immer richtig liegt und kritisches Hinterfragen nötig ist, haben die jüngsten Ereignisse wie Brexit und Trump-Wahl gezeigt.

Hierfür ist es zunächst erforderlich den Ist-Zustand zu bewerten, um dann mittels einer Tabelle objektiver entscheiden zu können, ob es tatsächlich Anhaltspunkte geben könnte für eine größere Korrektur im deutschen Leitindex DAX.

Sie können diese Vorgehensweise auch leicht z.B. in Excel erstellen und so teilweise automatisiert zügig nicht nur den DAX, sondern auch andere Indizes oder auch -mit Modifikationen- Rohstoffe oder Aktien analysieren.

 

Ist-Zustandsanalyse DAX

Der DAX verläuft seit Anfang Februar 2016 in einem größeren intakten sekundären Aufwärtstrend (zur Definition der Trends, vgl. Murphy, Technische Analyse der Finanzmärkte S. 63 ff.) mit zwei ausgedehnteren Korrekturen von Mai bis Juli 2016 sowie September bis November 2016 (vgl. blaue gestrichelte Linie; der große primäre Aufwärtstrend ist in diesem Chartbild nicht eingezeichnet; dieser primäre Aufwärtstrend besteht seit Jahren ungebrochen fort).

Abbildung 1: DAX Performance Index Febraur 2016 bis Mitte März 2017

 

Seit Anfang November 2016 stieg er nunmehr kontinuierlich an, ohne in einem nennenswerten Umfang auf diesem sekundären Trend zu korrigieren.

Im letzten Bewegungsschub von Anfang November 2016 bis zum 15.März 2017 lässt sich ein untergeordneter, tertiärer Trend erkennen (vgl. grüne gestrichelte Linie), der ungebrochen ist.

Aktuell am 15.März 2017 stehen wir an einer interessanten Marke um die 12.000 Punkte und es stellt sich die Frage, wie es nunmehr weitergehen könnte.

 

Hypothese Korrektur im DAX um rund 1.000 Punkte

Im Lichte unserer provokanten Hypothese, könnte nunmehr die Wahrscheinlichkeit gegeben sein, dass der tertiäre oder auch kurzfristige Trend erlahmt und sogar bricht und es zu einer Korrektur um bis zu 1.000 Punkte in den kommenden Wochen und Monaten im sekundären Trend kommen könnte.

Hierzu gibt es mehrere Anzeichen, die dafür aber auch dagegen sprechen bzw. ein neutrales Bild zeichnen.

Aus diesem Grunde prüfen wir im nächsten Schritt einige der Aspekte (Trends, Psychologie, Indikatoren), um dann in einer Tabelle übersichtlich ein Ergebnis für die Wahrscheinlichkeit des weiteren Kursverlaufes bestimmen zu können, wobei jeder Aussage dann ein Ergebnis mit 0 oder 1 zugewiesen wird. Am Ende werden die Punkte addiert und bei mehr als 4 Punkten die jeweilige Kernaussage favorisiert.

 

Acht Anzeichen bzw. Indikatoren zur Bestimmung der gegenwärtigen Verfassung des Marktes.

1)Trend

Der DAX ist im sekundären als auch tertiären Trend ungebrochen, wie das Chart aufzeigt. Ein Trend ist gemäß Definition so lange intakt bis dieser gebrochen ist (s.a. Murphy S. 63ff. a.a.O.) und demgemäß spricht dies gegen eine Korrektur.

 

2)Psychologische Marke und Jahreshoch

Die psychologische Marke von 12.000 Punkte, die zugleich das Jahreshoch aus 2016 und gegenwärtig markiert kann Marktteilnehmer dazu verleiten Gewinne mitzunehmen bzw. mit Neuengagements zurückhaltend zu agieren.

Dies spräche also für eine mögliche Korrektur.

 

3)Kursindex

Der DAX in der geläufigen Darstellung und auch in dem obigen Chart (Bild 1) ist ein Performance-Index, d.h. in die Berechnung fließt auch die Dividendenzahlung und Wiederanlage mit ein. Es ist daher anzuraten - nicht zuletzt um auch eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Kursindizes wie z.B. den Dow Jones oder den EuroStoxx 50 zu erhalten - wenn der Kursindex ebenfalls betrachtet wird.

Wie im Performance Index des DAX haben wir im Grunde ein ähnliches Bild und ebenfalls einen intakten Aufwärtstrend (vgl. blaue und grüne gestrichelte Linie) und sind dabei allerdings noch weit von psychologischen runden Marken als auch Allzeithochs entfernt. So lag das Allzeithoch am 10.04.2015 bei 6.339 und aktuell (Stand 15.03.2017) stehen wir bei 5.816.

Abbildung 2: DAX Kursindex April 2015 bis Mitte März 2017

 

D.h. der Chart des Kursindex spricht ebenfalls eher gegen eine Korrektur.

 

4)RSI

Ein interessanter Indikator, den wir etwas näher betrachten wollen und der sich zur Bestimmung von Überkauf- bzw. Überverkauft-Situationen hervorragend eignet, ist der Relative Strength Index (RSI) nach Wilder.

Dieser Momentumindikator in der Standardeinstellung mit 14-Perioden-Berechnung leistet laut Rene Rose (S. 508 ff. Rene Rose, Enzyklopädie der Technischen Indikatoren) sowie John Murphy (S. 239 ff. a.a.O.) und auch Martin Michalky/Rober Schittler (S. 544, Michalky/Schittler, Das große Buch der Börse) die besten Dienste in der Divergenzanalyse.

Wobei man in diesem Zusammenhang von Divergenz spricht, wenn der Kurs neue Hochs ausbildet, die dann allerdings im RSI nicht mehr von neuen Hochs begleitet werden.
Insbesondere, wenn Werte um oder über die 70 im RSI erreicht werden und dann der RSI bei neuen Kurshochs im zugrunde liegenden Basiswert auf diesem Niveau von rund 70 nicht mehr mitträgt, spricht Wilder in einem Aufwärtstrend von einem so genannten Top Failure Swing bzw. einer bearishen Divergenz (umgekehrt bei einem Abwärtstrend von einen Bottom Failure Swing bzw. bullishen Divergenz).

 

In Bild 1 zum DAX Performance Index sehen wir im unteren Drittel des Charts den RSI. Das Weiteren sehen wir im Chart selbst, dass am 26.01.2017 der DAX ein neues Hoch ausgebildet hat, und der RSI bei 71,89 steht. Am 01.03.2017 erreichte der DAX sein bisheriges Jahreshoch und damit ein neues Hoch im tertiären Aufwärtstrend.
Allerdings erreichte der RSI kein neues Hoch mehr, sondern zeigt mit 66,93 an, dass der RSI sich gegensätzlich zum Kursverlauf nun verhält und damit eine bearishe Divergenz ausbildete.

Dies wäre ein Anzeichen, dass der Kursanstieg sich nicht nur verlangsamen könnte, sondern dass sinkende Notierungen zu erwarten sind und damit möglicherweise eine Korrektur anstehen könnte.

 

5)Ausländische Indizes

Oft ist es auch hilfreich, wenn „man über den Tellerrand blickt“ und andere Indizes aus dem Ausland betrachtet, insbesondere, wenn es sich dabei um Indizes handelt, die starken Einfluss auf den DAX haben. Ein solcher Index ist der S&P500 aus den USA, der ebenfalls ein Kursindex ist.

S&P500 Index

In diesem Chart sehen wir ebenfalls den Zeitraum seit Anfang Februar 2016 bis 15.März 2017. Gleichfalls wie im DAX erkennen wir einen intakten sekundären Aufwärtstrend (vgl. blaue gestrichelte Linie) sowie einen intakten tertiären Trend (vgl. grüne gestrichelte Linie).

Auch hier gibt es vom Trendverlauf grundsätzlich kein Anzeichen eines Trendbruches. Auffällig ist hier jedoch, dass der S&P500 neue Kurshochs in diesem Jahr markiert und der RSI diese Kurshochs mit einem Ansteigen bestätigt und es keine Divergenz gibt. Ganz im Gegenteil die nachgebenden Notierungen im März 2017 werden durch einen fallenden RSI ebenfalls gekennzeichnet.

Im Ergebnis, lässt der S&P500 jedoch noch keine Schlüsse auf eine größere Korrektur zu.

 

6)Einzelaktien

Der DAX setzt sich aus 30 deutschen Unternehmen zusammen und damit haben diese Unternehmen einen direkten Einfluss auf die Entwicklung des Index. Daher ist es ratsam, auch einige Einzelwerte zu analysieren. Dabei ist es nicht erforderlich, alle im DAX enthaltenen Werte zu prüfen, sondern es genügen einzelne ausgewählte Werte.

Gut geeignet sind dabei die beiden „Schwergewichte“ Siemens und Bayer, die zusammen in der Indexgewichtung aktuell (Stand Ende Dezember 2016) rund 18 % der Zusammensetzung des DAX ausmachen und in der Vergangenheit oft einen gewissen Vorläufercharakter hatten bezüglich der Entwicklung des DAX.

 

Siemens

In der Aktie Siemens zeigt sich ebenfalls ein sekundärer und tertiärer Aufwärtstrend (vgl. blaue und grüne gestrichelte Linie) die intakt sind. Gleichzeitig zeigt sich eine bearishe Divergenz seit 02.01.2017 im RSI.

D.h. Siemens bildet hinsichtlich des RSI ein Signal aus, welches für eine Korrektur in der Aktie Siemens und damit auch für den DAX sprechen könnte.

 

Bayer

Auch in der Aktie Bayer erkennen wir einen intakten sekundären und tertiären Aufwärtstrend (vgl. blaue und grüne gestrichelte Linie). Gleichfalls wie in der Aktie Siemens zeigt uns allerdings der RSI eine bearische Divergenz seit 06.01.2017 an. D.h. auch hier würde der Indikator RSI ein erstes Signal senden, dass mit einer Korrektur zu rechnen sei, die dann auch auf den DAX abfärben könnte.

 

7)VDAX New Volatilitätsindex

Ein weiterer interessanter Indikator ist der VDAX New. Dies ist ein Volatilitätsindex der von der Deutschen Börse berechnet wird. Er misst die implizite Volatilität des DAX. Die an der EUREX gehandelten DAX-Optionen liegen der Berechnung zu Grunde, wobei allgemein ein hoher Wert auf einen unruhigen Markt mit erhöhter Schwankungsbreite einhergeht und in der Regel auf kurze Short-Szenarien hinweist und umgekehrt ein niedriger Wert auf eine geringe Volatilität und eher einen ruhigen Long-Markt hinweist.

 

Allerdings liegt die Masse der Marktteilnehmer bei diesem auch so genannten „Angstbarometer“ nicht immer richtig und ein extrem niedriger Wert könnte auf eine zu selbstsichere Situation bei den Marktteilnehmern hinweisen, die dann überrascht werden durch einen schnellen Short-Abverkauf.

 

In den letzten drei Jahren gab es drei Situationen mit einem ähnlich niedrigem VDAX New Wert von 14,60, wie es aktuell der Fall ist. Jedes Mal wenn dieser extrem niedrige Wert erreicht wurde, kam es kurz danach zu einem zügigen Fallen der Kurse mit einem durchschnittlichen Rückgang von rund 1.000 Punkten.
Somit mahnt dieser Indikator ebenfalls zur Vorsicht und könnte auf eine Korrektur hinweisen.

VDAX

 

8)Abstand GD200

Der letzte Indikator, den wir betrachten, um eine Aussage über den DAX treffen zu können, ist ein Konzept, welches aus der Stochastik bzw. Statistik bekannt ist und das vereinfacht ausgedrückt die Regression zur Mitte annimmt. Dabei verhält sich der Kurs eines Basiswertes auf längere Sicht so, dass dieser zu seinem langfristigem Mittel hinstrebt und lediglich nach oben und unten „streut“ (vgl. a. sinngemäß Weisman, S.72, Mechanische Tradingsysteme). D.h. übertragen auf den DAX, dass Übertreibungen nach oben oder unten um den langfristigen Gleitenden Durschnitt wie in diesem Fall der 200 Tage Gleitenden Durschnitt (GD200) wieder korrigiert werden und der Kurs in die Nähe des GD200 zurückkehrt (einen ähnlichen Ansatz mittels Standardabweichung nutzt z.B. der Indikator Bollinger Band mit seinem drei Bändern; vgl. hierzu a. Murphy, S. 214 ff. a.a.O.).

In den letzten Jahren seit 2011 hat der DAX öfters in einem intakten Aufwärtstrend, wenn sich der Kurs vom GD200 mehr als 10 % nach oben entfernte, wieder zurück zu seinem GD200 korrigiert.

Von insgesamt zehn Situationen, in welcher der Kurs des DAX sich extrem vom GD200 nach oben entfernte -innerhalb eines intakten Aufwärtstrends- korrigierte dieser nach +10 % Entfernung sechs Mal wieder in Richtung seines GD200 (vgl. rote Rechtecke). Und bei drei Situationen korrigierte er bereits nach 7 % bzw. erst nach über fast 20 % (vgl. grüne Rechtecke). Jedoch auch bei diesen Situationen ist festzuhalten, dass der DAX korrigierte und wieder in die Nähe des GD200 zurückkehrte und somit sind es im Grunde sogar neun von zehn Fälle.

In der aktuellen Situation und damit der zehnten Situation (vgl. gelbes Rechteck) hat sich der Kurs seit rund drei Monaten ohne nennenswerte Rückkehr zum GD200 nach oben entfernt, obschon der Kurs mehr als 10 % sich nach oben hin weg bewegte.

Mit jedem Tag und höherer Entfernung erhöht sich die Chance auf eine Rückkehr zum GD200 und somit ist auch dieser Indikator mittels Abstandmessung eher als ein Warnsignal zu werten.

 

Tabelle

Indikator bzw. Prüfungsaspekt Bewertung

(0 = spricht gegen Korrektur, 1 = spricht für Korrektur)

1)    Trend intakt

 

0
2)    Psychologie

 

1
3)    Kursindex

 

0
4)    RSI

 

1
5)    S&P500

 

0
6)    Einzelaktien

 

1
7)    VDAX New

 

1
8)    GD200 Abstand

 

1

 

Summe aus 1 - 8

 

5

 

 

Somit ergibt sich nach der Bewertung von acht geprüften Bedingungen bzw. Indikatoren eine Gesamtsumme von fünf aus acht möglichen Punkten.

D.h. insgesamt sprechen ein wenig mehr Aspekte dafür, dass es möglicherweise eine Korrektur innerhalb der nächsten Wochen bis Monate im DAX geben könnte.

 

Fazit und mögliche Vorgehensweise

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich bei der Gesamtbetrachtung des DAX und der geprüften Teilaspekte ergibt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur um bis zu 1.000 Punkte etwas höher ist, als dass der DAX weiter ohne jegliche Korrektur steigt.

In Bild 1 im DAX sehen Sie die leicht bevorzugte Annahme (vgl. blauer Prognosepfeil), die eine Korrektur bis in den Bereich von 11.000 möglich machen könnte. Selbst bei so einer Korrektur wäre dann allerdings der sekundäre Aufwärtstrend immer noch intakt. Die Alternative wäre ein sofortiges weiteres Ansteigen und direktes Überwinden der 12.000er Marke mit nur einer minimalen Korrektur von 100 bis 200 Punkten (vgl. grauer Prognosepfeil in Bild 1).

 

Allerdings sollte aufgrund des bisher ungebrochenen sekundären als auch tertiären Aufwärtstrend sowie der Gesamtlage (vgl. Tabelle) eine Short-Positionierung nur als Absicherung für bestehenden Long-Positionen in Betracht gezogen werden.

Keinesfalls würde es sich im Moment anbieten - sofern man keinerlei Long Positionen im Depot hat - eine alleinige Short-Position im DAX aufzubauen, denn dafür sind die Argumente zu schwach und wie wir aus der Vergangenheit lernen können, kann ein Markt auch sehr lange steigen und dies kann teuer werden (vgl. Bild 7 starker Anstieg Januar bis April 2015.).

 

Wer mehr wissen möchte und genauer nachlesen: Hier finden Sie mehr.

Literaturliste

Michalky Martin und Schittler Robert, Das große Buch der Börse, 1. Auflage, 2008

Murphy John, Technische Analyse der Finanzmärkte, 4. Auflage, 2007

Rose Rene, Enzyklopädie der Technischen Indikatoren, 1. Auflage, 2006

Weisman Richard L., Mechanische Tradingsysteme, 1. Auflage, 2009